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  • Mit Licht geschossen | 11. Bildpräsentation


    13:00 Uhr

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    Mit Licht geschossen, Veranstaltungen

Mit Licht geschossen | 11. Bildpräsentation

Historische Originalaufnahmen, eingefangen in Chemnitz, an der West- und Ostfront, großformatig plakatiert.

Eine Fotografie – einen Monat lang – an unterschiedlichen öffentlichen Plätzen von Chemnitz, über die gesamte historische Spiegelungsdauer 2014-2018.


 

Krieg aus der Luft

In den Jahren kurz vor Ausbruch des I. Weltkrieges waren Konzepte der Kriegführung, die Kämpfe von Luftfahrzeugen oder das Abwerfen von Massenvernichtungsmitteln aus der Luft vorsahen, noch Gegenstand der SF-Literatur. Durchaus sensibilisiert durch militärisch-technischen Entwicklungstendenzen jener Jahre antizipierte jedoch bereits Herbert G. Wells in seiner Vision „War in the Air“ aus dem Jahr 1908 (Dt. „Der Luftkrieg“ 1909) jenes Paradigma moderner Kriegführung, das vom simplen Abwurf einer Handgranate aus der Ettrich- oder Rumpler-Taube über die Flächenbombardements des II. Weltkrieges, über Korea, Vietnam, Irak in gerader Linie hin zu strategischen nuklearen Konzepten der Gegenwart führt: durch gnadenloses Bombardieren des Hinterlandes mit seiner Industrie, seiner Infrastruktur und zuallererst seiner Bevölkerung die Kapitulation des Gegners zu erzwingen. Mit Kriegsausbruch zählten die kriegführenden Mächte ihre Luftfahrzeuge bereits nach Hunderten, wobei die anfängliche Präferenz der Militärs dem Luftschiff gegenüber bald der Bevorzugung des schnelleren, wendigeren und auch sichereren Flugzeugs wich. Innerhalb weniger Monate wurden Jagdflugzeuge mit motorsynchronen Maschinengewehren sowie viermotorige Bomber entwickelt, die bereits immense Brand- und Sprengmittellasten tief in das gegnerische Hinterland tragen konnten. Die vier Jahre des Krieges sahen somit eine rasante Entwicklung des Flugzeuges als taktische wie auch als strategische Waffe, die international die Schemata der Luftrüstung über einhundert Jahre bis in die Gegenwart bestimmen sollten.
Die aktuelle Fotografie zeigt ein von deutschen Truppen überranntes Bombendepot hinter den feindlichen Linien. Die ungewöhnliche, gedrungene Form der Bomben verweist wahrscheinlich auf die russische Luftwaffe. Das Zarenreich baute mit der Sikorski „Ilja Muromez“ bereits 1914 den ersten viermotorigen strategischen Bomber der Welt, mit dem bis 1917 insgesamt 400 Angriffe gegen das feindliche Hinterland geflogen wurden.