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  • Mit Licht geschossen | 26. Bildpräsentation


    13:00 Uhr

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    Mit Licht geschossen, Veranstaltungen

Mit Licht geschossen | 26. Bildpräsentation

Historische Originalaufnahmen, eingefangen in Chemnitz, an der West- und Ostfront, großformatig plakatiert.

Eine Fotografie – einen Monat lang – an unterschiedlichen öffentlichen Plätzen von Chemnitz, über die gesamte historische Spiegelungsdauer 2014-2018.

 

„Fürsorge für die Soldaten“

In einer Zeit, in der Verletzung und Tod, Elend und Trauer eine große Rolle im Alltag der Soldaten spielten, war die Fürsorge, speziell für die Heimkehrenden, von enormer Bedeutung. Diesem Gedanken folgend und geprägt durch christliche bzw. humanistische Nächstenliebe machten Chemnitzer Bürger den Hauptbahnhof zu einer Pflege- und Heilstätte: Zurückkehrende, aber auch durchreisende verletzte Soldaten wurden dort durch den „Bahnhofsdienst“ versorgt.

Gegründet wurde dieser zu Kriegsausbruch unter Leitung der beiden Chemnitzer Stadträte Jachmann und Baldauf. Bereits am 28. August 1914 übernahmen die Stadt Chemnitz und das Rote Kreuz den Pflegedienst; die Leitung hatte Stadtrat Lehmann als Vertreter des Roten Kreuzes und der Stadtverordnetenvorsteher Direktor Stolze als Vertreter des Kriegsfürsorgeausschusses inne. Zahlreiche freiwillige Helfer fanden sich ein, um eine gute Sache zu unterstützen: Die Soldaten bekamen warme Mahlzeiten, die in einer Baracke hinter dem Bahngleis in der Küche bereitet wurden. Um die Kosten zu decken, stellte die Stadt bereitwillig 73100 Mark und 53 Pfennige bereit. Zusätzlich Versorgung wurde durch unzählige sogenannte „Liebesgaben“ gewährleistet. Seit dem 28. August 1915 erhielten rund 48.000 Soldaten diese Spenden aus privaten, privatwirtschaftlichen, kirchlichen oder administrativen Initiativen.

Seit September 1914 konnten die Verwundeten in einer Baracke am hinteren Bahnsteig aufgenommen werden. Ein wohnlich ausgestatteter Raum diente als vorläufige Unterbringung und Unterkunft. Ebenfalls kamen Verwundete an den Technischen Staatslehranstalten unter. Trotz schwieriger Auflagen gelang es dem Bahnhofsdienst bis zum 1. April 1919 seine segenreiche Arbeit fortzusetzen. Insgesamt 700.000 durchfahrende und abfahrende Soldaten wurden mit Liebesgaben und Erfrischungen versorgt, 307.030 Kriegern der Verband gewechselt und 114.770 Schlaganfälle beherbergt. Trotz dieser enormen Unterstützung ist „die Weltgeschichte auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre“. (Konrad Adenauer)