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  • Mit Licht geschossen | 4. Bildpräsentation


    17:07 Uhr

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    Mit Licht geschossen, Veranstaltungen

Mit Licht geschossen | 4. Bildpräsentation

Historische Originalaufnahmen, eingefangen in Chemnitz, an der West- und Ostfront, großformatig plakatiert.

Eine Fotografie – einen Monat lang – an unterschiedlichen öffentlichen Plätzen von Chemnitz, über die gesamte historische Spiegelungsdauer 2014-2018.


Gefangen im Krieg

In den Kriegsjahren von 1914-1918 zählte das Deutsche Kaiserreich neben Österreich-Ungarn und Rußland zu den Staaten mit der höchsten Anzahl von internierten Kriegsgefangenen. Bereits am Ende des Jahres 1914 stand Deutschland vor einem logistischen Problem. Zu dieser Zeit hatten die deutschen Truppen bereits über 100.000 Kriegsgefangene gemacht. Anfang 1915 waren es bereits 577.875. Deren Unterbringung stellte eine schwer lösbare Aufgabe für das Deutsche Kaiserreich dar. Innerhalb der militärischen Führung gab es keinerlei Planungen über eine Unterbringung einer so großen Anzahl an Kriegsgefangenen. So wurde von der Regierung improvisiert, es wurden kurzfristig Kasernen zu Kriegsgefangenenlagern umfunktioniert, auch die König-Friedrich-August Kaserne in Chemnitz-Ebersdorf. Das Lager bestand bis 1921, als die letzten russischen Kriegsgefangenen ihre Reise in die Heimat zurück antraten. In Deutschland entstanden nach Kriegsbeginn „Mangelkrisen“. Es fehlte an Rohstoffen, Waffen, Munition und vor allem an qualifiziertem Personal. Innerhalb des Kaiserreiches stieg die Nachfrage an Arbeitskräften in verschiedenen Bereichen, wie der Rüstungsindustrie, im Bergbau und der Landwirtschaft. Das Problem wurde mit Hilfe von Frauen aus der deutschen Bevölkerung, aber auch mit Kriegsgefangenen kompensiert, indem sie beispielsweise in der Waffen- und Munitionsproduktion zum Einsatz kamen. Laut Paragraph 6 der Haager Landkriegsordnung von 1907 können Kriegsgefangene zu Arbeitsmaßnahmen gezwungen werden. Am 1. August 1916 waren 90% von 1,6 Mio. Internierten zu Arbeitseinsätzen verpflichtet. Ohne diese Maßnahmen wäre die deutsche Wirtschaft verhältnismäßig schnell zusammengebrochen. Am 10. Oktober 1918 waren 2,5 Mio. Kriegsgefangene in deutschen Lagern interniert (57% Russen, 21% Franzosen, 7% Briten, 6% Rumänen, 5% Italiener). In deutschen Kriegsgefangenenlagern starben bis 1918 135.338 Kriegsgefangene.